Wir finden keine Aliens, weil das Universum riesig ist

Eine neue Studie hat ergeben, dass wir bei unserer bisherigen Suche nach intelligenten außerirdischen Leben wahrscheinlich erst ganz am Anfang unserer Möglichkeiten stehen.

Die Frage, ob wir allein im Universum sind, bleibt eines der größten philosophischen Rätsel unserer Zeit und obwohl es eigentlich unvorstellbar erscheint, dass unsere eigene Zivilisation die einzige im Universum sein soll, spricht die Tatsache, dass wir noch keine Spuren fremdes intelligentes Leben gefunden haben, für diese Möglichkeit. Das Fermi-Paradoxon, das der Physiker Enrico Fermi im Jahr 1950 vortrug und das den Widerspruch zwischen der wahrscheinlichen Existenz außerirdischer Zivilisationen und der Tatsache, dass wir immer noch nie einer begegnet sind, aufzeigt, scheint nahezulegen, dass es entweder keine Außerirdischen gibt oder dass sie so selten sind, dass es unwahrscheinlich ist, dass wir ihnen jemals begegnen werden. Aber ist dieses Thema tatsächlich so einfach abzuschließen oder erwarten wir einfach nur zu viel … und zu früh?

Die Astronomin und ehemalige Direktorin des Zentrums für SETI-Forschung, Jill Tarter, deren astronomisches Engagement auch als Inspiration für Carl Sagans Hauptfigur in seinem Roman und späterem Hollywood-Film »Contact« diente, hat unsere Jagd nach Beweisen für außerirdisches Leben im Universum einst folgendermaßen verglichen: Da versucht jemand, in den riesigen Ozeanen der Erde den Nachweis von Fischen zu erbringen, indem er nur ein einziges Glas Wasser untersucht.

Während einer Präsentation in einem Workshop der NASA aktualisierte Tarter am Mittwoch ihre Analogie, indem sie auf eine aktuelle Studie verwies, die versucht hat, den Umfang unserer modernen Jagd nach außerirdischem Leben besser darzustellen. Darin wird festgehalten, dass es scheint, dass wir trotz unserer Fortschritte in den letzten Jahren, bei unserer Suche nach Aliens immer noch nicht sehr weit gekommen sind. „Unsere aktuelle Suchkompetenz ist extrem gering, ähnlich als wolle man in allen Ozeanen der Erde nach der Wassermenge eines großen Whirlpools oder eines kleinen Swimmingpools suchen“, werden die Studienautoren auf CNET.com zitiert.

Auch unsere Versuche Signale außerirdischer Zivilisationen zu lokalisieren bzw. selber Botschaften zu senden, erscheinen wenig erfolgsversprechend. „Es bringt nichts, wenn man, wie bisher geschehen, nur 33 Minuten lang eine Botschaft sendet und es nicht wiederholt. Denn das bedeutet, dass der Empfänger genau zum richtigen Zeitpunkt, während dieser 33 Minuten, und in die richtige Richtung Ausschau halten muss. Für mich scheint diese Strategie eine sehr begrenzte Erfolgsaussicht zu haben.“, sagte Jill Tarter 2017 in einem Interview mit dem Busines Insider.

Mit anderen Worten: Das Universum ist riesig, unsere technischen Möglichkeiten noch sehr eingeschränkt und wir haben noch einen sehr langen Weg vor uns.

© Fernando Calvo*, Foto: Rafoso/Wikimedia Commons

Nachrichtenquelle: https://terra-mystica.jimdo.com/ufos-au%C3%9Ferirdische/wir-finden-keine-aliens-weil-das-universum-riesig-ist/

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