ThyssenKrupp von Hackern angegriffen

Hacker haben versucht, sensible Informationen bei ThyssenKrupp zu entwenden. Die Täter sollen mit staatlicher Hilfe gehandelt haben.

Hacker haben im Frühjahr den Industriekonzern ThyssenKrupp angegriffen: Die vermutlich aus Südostasien stammenden Täter wollten “technologisches Know-how und Forschungsergebnisse” stehlen, teilte ein Sprecher des Konzerns mit. Mittlerweile sei der Angriff “vorbei und zurückgeschlagen”.

Der Konzern sprach von einem “massiven Cyberangriff”, der auf die Anlagenbautochter Industrial Solutions und die Stahlerzeugung in Europa abzielte. Forensische Analysen ergaben, dass die Täter voraussichtlich “mit staatlicher Hilfe und den besten Angriffstechniken hochgerüstet” gewesen seien. Die Hacker hatten sich laut ThyssenKrupp perfekt getarnt und verschafften sich Zugang zu IT-Systemen, um darüber auf wertvolle Informationen zuzugreifen.

Unklar bleibt, ob durch den Datenverlust ein Schaden entstanden ist. Zwar ist der Cyberangriff mittlerweile erfolgreich abgewehrt, allerdings gelang es den Tätern, einige Datensätze aus dem Konzern abzugreifen. Der Datenverlust sei jedoch nur von “geringem Umfang” und “fragmentarisch”.

Besonders kritische Sparten seien vom Angriff nicht betroffen gewesen. Dazu gehören etwa die Produktions-IT der Hochöfen und Kraftwerke oder die Marine Systems, die die deutsche und israelische Marine mit U-Booten ausstattet.

Bei der Abwehr des Angriffs arbeitete der Konzern mit der Deutschen Cyber-Sicherheitsorganisation (DCSO) zusammen, auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die nordrhein-westfälische Datenschutzbehörde seien informiert worden.

Der Fall lasse nicht auf Sicherheitsmängel schließen, sagte ein Sprecher des Konzerns. Nach Ansicht von Experten gebe es “in den komplexen IT-Landschaften von Großunternehmen” keinen vollständigen Schutz gegen derartige Angriffe. Der Konzern hat inzwischen Anzeige erstattet und Ermittlungen in die Wege geleitet.

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