Sechs Tore! BVB fertigt Gladbach ab

Der BVB feiert den nächsten Dreier und eilt den Bayern davon. Im Borussenderby fertigen Philipp und Aubameyang überforderte Gladbacher schon vor der Pause ab. Ich habe schon nach fünf Minuten gesehen, Ich glaube, dass wir es heute sehr gut gemacht haben.

Tabellenführung, Traumtore, Standing Ovations – und ein neuer Supersturm: Für Borussia Dortmund läuft es in der Bundesliga nahezu perfekt.

Gegen Borussia Mönchengladbach spielte der DFB-Pokalsieger am Samstag wie im Rausch und schoss sich mit einem 6:1 (3:0) für den Champions-League-Schlager gegen Real Madrid am Dienstag warm. Die mit der offensiven Brillanz überforderten Gladbacher reihen sich vorerst im Tabellenmittelfeld ein. (Die Tabelle der Bundesliga)

“Ich will heute Abend nicht über Real nachdenken, es war nur das Gladbach-Team”, sagte BVB-Coach Peter Bosz vor dem Kracher bei Sky. “Das ist eine andere Größe, aber wir werden alles versuchen.”

Maximilian Philipp war beim fünften BVB-Saisonsieg am 6. Spieltag zunächst der überragende Mann. Der 23-Jährige erzielte die ersten beiden Tore selbst (28./38.) und legte einmal glänzend für Pierre-Emerick Aubameyang ab, der sogar dreimal traf (45./49./62.). (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

“Wir haben ein sehr dominantes Spiel gezeigt”, freute sich Philipp, der im Sommer für 20 Millionen Euro vom SC Freiburg gekommen war, bei Sky. “Allerdings muss ich mir eingestehen, dass ich in der zweiten Halbzeit nachgelassen habe.”

Auch Julian Weigl (78.) ließ keine Zweifel am besten Saisonstart der Dortmunder Bundesliga-Geschichte. Bei den Gegentoren stand hingegen bis zur 516. Saisonminute eine Null: Dann durfte Lars Stindl (66.) für die Gäste einschieben.

“Wir haben heute unseren Meister gefunden”, sagte Gladbachs Trainer Dieter Hecking nach den für ihn frustrierenden 90 Minuten bei Sky. “Wir haben aber auch tatkräftige Unterstützung bei dem ein oder anderen Tor geleistet.”
Bosz wirft Rotationsmachine an

BVB-Trainer Peter Bosz hatte – wohl schon mit Blick auf das Real-Spiel – kräftig rotiert. Unter anderem rückte Weltmeister Mario Götze in die Startelf, er bewegte sich neben dem umsichtigen Spielaufbau-Organisator Weigl und dem offensiveren Mahmoud Dahoud geschickt zwischen den Linien.

Die Gladbacher Verteidigung verschob allerdings in zwei Reihen anfangs kompakt zum Ball, Räume waren nur mit Geduld zu finden. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Eine erste Volley-Chance von Innenverteidiger Sokratis entsprang dementsprechend noch dem Zufall (19.), bevor Aubameyang nach Kopfball-Vorlage Götzes zweimal hätte zuschlagen können (25./26.).

Beim zweiten Versuch traf der Torjäger den Außenpfosten, später gab er als vorletzte Station einer Traumkombination die Vorlage zu Philipps 1:0. Der sehr starke Rückkehrer Weigl hatte den öffnenden Pass in die Tiefe gespielt.

Die Gäste zerfielen defensiv, Angriff um Angriff rollte auf sie zu. Dabei konterten sie durchgehend gefällig: Thorgan Hazard sprintete nach zehn Minuten sogar alleine aufs BVB-Tor zu, doch der Winkel war zu spitz, um Roman Bürki zu bezwingen.
Weigls Traumtor rundet Sieg ab

Lars Stindls Schuss aus einer Drei-gegen-Eins-Situation war kümmerlich (41.), Hazard schoss aus bester Position über das Tor (43.), Denis Zakaria Zentimeter daneben (53.), wiederum Hazard genau auf Bürki (56.).

Chancen waren also auf beiden Seiten da, aber nur Dortmund nutzte sie konsequent. Aubameyang lief nun auch heiß: Das 4:0, seinen siebten Saisontreffer, bereitete der Gabuner sich selbst mit einem Kopfball an den Pfosten vor. Beim 5:0 war er im Sprint mit Ball von mehreren Gegenspielern nicht zu stoppen. Weigls Schuss aus 20 Metern in den Winkel passte ins Bild.

Am Dienstag erwartet die Dortmunder allerdings ein anderes Kaliber. Gegen den Titelverteidiger Real ist der Druck nach dem 1:3 zum Champions-League-Auftakt bei Tottenham Hotspur bereits hoch.

 

Nachrichtenquelle: http://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2017/09/bundesliga-spielbericht-borussia-dortmund-borussia-moenchengladbach

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