Russische Piloten bei Absturz ihres Kampfjets getötet

Im Westen Syriens ist ein russischer Kampfjet kurz nach dem Start abgestürzt. Das Verteidigungsministerium sieht einen technischen Fehler als Ursache.

In Syrien ist ein russischer Kampfjet des Typs Su-24 beim Start vom Luftwaffenstützpunkt Hamaimim abgestürzt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau konnte sich kein Mitglied der Besatzung rechtzeitig retten. Laut offiziellen Angaben soll ein technischer Fehler zu dem Absturz des Zweisitzers geführt haben.

Aus regierungsnahen Kreisen in Syrien hieß es, das Flugzeug sei über einem Dorf nahe des Stützpunktes zu Boden gegangen. Ein Haus sei zerstört worden. Unter den Einwohnern habe es keine Opfer gegeben.

Für die russische Armee, die seit 2015 vor allem im Rahmen von Luftangriffen aktiv am Krieg in Syrien teilnimmt, ist es nicht der erste Unfall während des Einsatzes. Im Dezember vergangenen Jahres war ein russischer Jagdflieger des Typs Su-33 nach einem Einsatz in Syrien bei der Landung auf dem Flugzeugträger Admiral Kusnezow ins Mittelmeer gestürzt.

Russland ist ein Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und richtet seine Angriffe auch gegen Gruppierungen, die für einen Regimewechsel in Syrien kämpfen. Daneben zielt die russische Luftwaffe aber auch auf die Extremisten des “Islamischen Staates” (IS), von denen sie zuletzt bei Angriffen in der ostsyrischen Provinz Deir al-Sur nach eigenen Angaben mehr als 120 getötet hat.

Zuletzt hat auch die türkische Armee eine größere Rolle in dem Konflikt übernommen und eine neue Offensive in der nordsyrischen Provinz Idlib gestartet. Zusammen mit der Freien Syrischen Armee (FSA) wollen sie die Region von dem Dschihadistenbündnis Hajat Tahrir al-Scham zurückerobern und danach eine Deeskalationszone schaffen, die die Türkei, Russland und der Iran zusammen mit der syrischen Führung vereinbart hatten. Letztere flog in Idlib ebenfalls neue Angriffe, bei denen allein Ende vergangener Woche in der Stadt Chan Scheichun mindestens 13 Zivilisten getötet wurden.

Das türkische Vorgehen in Idlib ist offenbar mit Russland und dem Iran abgestimmt. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Ende September bei Gesprächen in Ankara seinen Willen bekräftigt, die Deeskalationszone in Idlib durchzusetzen. Am vergangenen Mittwoch reiste Erdoğan zudem nach Teheran, um über den Syrien-Konflikt und andere regionale Fragen zu sprechen.

Insgesamt haben die Türkei, der Iran und Russland die Schaffung von vier Deeskalationszonen in Syrien vereinbart. Damit soll der Krieg, dem seit seinem Beginn 2011 bereits mehr als 330.000 Menschen zum Opfer gefallen sind, zumindest beruhigt werden. Die Türkei unterstützt in dem Konflikt die Rebellen, doch nahm sie zuletzt Abstand vom Ziel des Sturzes von Machthaber Baschar al-Assad.

 

Nachrichtenquelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-10/syrien-russische-soldaten-kampfjet-absturz-tuerkei-islamischer-staat

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