Rothaargebirge: Fünf Jahre „Wisent-Wildnis“

Das Wisent-Freigehege am Rothaarsteig existiert jetzt seit fünf Jahren. Gemeinsam mit einem Auswilderungsprojekt bildet es den Schwerpunkt der dortigen „Wisent-Welt“. Zum Fest gab es eine Überraschung.

Rund 175.000 Besucher sind nach Angaben des Trägervereins bislang in dem naturbelassenen Areal zu Gast gewesen. Am 20. September 2012 konnte nach einjähriger Bauzeit die Eröffnung des „Wisent-Wildnis“ genannten Schaugeheges gefeiert werden. Im Besucherareal können die Tiere – durch einen Zaun von den Menschen getrennt – aus nächster Nähe erlebt werden. Ein „Guckloch“ für ein einzigartiges Artenschutzprojekt zur Wiederansiedlung der Wisente in Westeuropa: Am 11. April 2013 war nämlich eine achtköpfige Wisentgruppe im Rothaargebirge in die Freiheit entlassen worden, die sich seitdem dort frei bewegt und vermehrt (siehe Video unten).

Zum Jubiläum der „Wisent-Wildnis“ hatte die Herde eine Überraschung parat: Wisent-Kuh „Fasel“ hat nach Angaben von Wisent-Ranger Jochen Born am vergangenen Sonntag ein gesundes Kalb zur Welt gebracht. Es handelt sich dem ersten Augenschein nach um ein männliches Tier. Entdeckt wurde das neue Herdenmitglied eher zufällig: Auf Fotos eines niederländischen Wisentexperten, der das Areal besucht hatte. Die Aufnahmen davon zeigte er am nächsten Tag bei einem Treffen mit Wisent-Ranger Jochen Born und der wissenschaftliche Koordinatorin des Wisent-Projektes, Kaja Heising. Darauf zu sehen: Das neue Kalb. Es ist dies der zweite Neuzugang in diesem Jahr. Damit leben im Gatter beim Besucherareal nun insgesamt elf Wisente.

Die Auswilderung der Wisente im Rothargebirge ist nicht unumstritten. Für Schlagzeilen zum Thema Wisent in Deutschland hatte zuletzt jedoch nicht die frei lebende Wisentherde im Rothaargebirge gesorgt, sondern ein Ereignis am anderen Ende der Republik, in Brandenburg. Dort hatten die Behörden den Abschuss eines aus Polen zugewanderten Wisentstiers angeordnet, was zu heftigen Protesten führte.

 

Nachrichtenquelle: https://www.jagderleben.de/news/rothaargebirge-fuenf-jahre-wisent-wildnis

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