Premium-SUV mit moderner Bedienung auf der CES 2018

Die neue Marke Byton stellt auf der Elektronikmesse CES (Consumer Electronics Show, 9. bis 12. Januar 2018) ein Elektroauto vor. Das nobel ausgestattete Coupé-SUV bietet autonome Fahrfähigkeiten und ein innovatives Bedienkonzept.

Im Jahr 2020 auch bei uns
Das Auto soll Ende 2019 auf den chinesischen Markt kommen und ein Jahr später dann auch bei uns in Europa und in den USA starten. Auf der CES steht ein fahrbereiter Prototyp. Mit 4,85 Meter Länge ist der Wagen – einen Namen hat er offenbar noch nicht – etwa so groß wie ein BMW X5 oder Mercedes GLE. Byton will zwei Versionen anbieten, eine mit Hinterradantrieb und 400 Kilometer Reichweite und eine mit Allradantrieb und 520 Kilometer Reichweite. Die erste Variante soll 200 Kilowatt (272 PS) sowie 400 Newtonmeter Drehmoment haben, die Allradversion kommt auf 350 Kilowatt (475 PS) sowie 710 Newtonmeter. Im Schnelllademodus soll sich der Akku in nur 30 Minuten wieder zu 80 Prozent aufladen lassen.

Autonome Fahrfähigkeiten
Das Auto soll 2019 mit autonomen Fahrfähigkeiten des Levels 3 ausgeliefert werden, es kann dann also auch selbstständig Spurwechsel durchführen. Level-4-Fähigkeiten sollen 2020 per Software-Upgrade nachgerüstet werden – dann fährt das Auto selbstständig, der Fahrer wird nur noch in besonderen Situationen zum Übernehmen aufgefordert. Einen Akzent legt Byton auf das Bedienkonzept. Das beginnt schon bei der Türentriegelung: Der Zugang wird freigegeben, sobald Fahrer und Beifahrer von der Gesichtserkennungskamera identifiziert sind. Die Informationen über die Insassen werden auch zum automatischen Einstellen der Sitze und des Audiosystems genutzt.

Riesiges Display
Bedienknöpfe, Lenkstockhebel und Einstellrädchen fehlen im Innenraum fast völlig. Die meisten Funktionen werden über Gesten gesteuert, was von jedem Platz aus möglich sein soll. Ein “Shared Experience Display” mit den Maßen 125 mal 25 Zentimeter nimmt fast die gesamte Breite des Armaturenbretts ein. Der Fahrer sieht durch ein scheinbar speichenloses Lenkrad – die beiden Speichen verlaufen hinter dem Display – auf einen weiteren Monitor, das “Driver Tablet”. Außerdem nutzt das Fahrzeug die Möglichkeiten, die die Cloud bietet, wie eine Synchronisierung der Einbaugeräte mit anderen Geräten des Besitzers. Ansonsten fallen die großzügige Belederung und der Holzboden auf.

Moderne Premium-Elektrofahrzeuge
Zur modernen Bedienung passt der Name der Marke, eine Verkürzung von “BYTes ON Wheels” (Bytes auf Rädern). Zu den Gründern und Chefs gehören Carsten Breitfeld und Daniel Kirchert. Beide kommen von BMW, wobei Breitfeld der Vater des i8 war und Kirchert das Joint Venture BMW-Brilliance in China aufgebaut hat. Die beiden standen auch hinter der 2016 gegründeten Future Mobility, von der nun nicht mehr die Rede ist. Ihr neues Baby, die Elektromarke Byton, wurde im Herbst 2017 gelauncht. Sie holten weitere Fachleute von Tesla und Apple an Bord. Das Hauptquartier liegt im chinesischen Nanjing, daneben gibt es ein Entwicklungszentrum für Designstudien in München und eines im kalifornischen Santa Clara. Die Marke soll ausnahmslos Premium-Elektrofahrzeuge mit innovativen Connectivity und moderner Bedienung anbieten.

Auch Limousine und Van geplant
Gebaut werden soll das Auto in Nanjing, die Preise sollen bei umgerechnet etwa 37.500 Euro beginnen. Das SUV soll nicht das einzige Fahrzeug von Byton bleiben. Auf der gleichen Plattform soll es auch eine Limousine (ab 2021) und einen siebensitzigen Van (ab 2022) geben. Ob all diese Pläne Wirklichkeit werden? Wir werden sehen. Angekündigt wurde schon viel, gerade auch von chinesischen Firmen mit deutscher Mannschaft. Man denke nur an Faraday Future, die 2017 auf der CES ein anderes Elektro-SUV zeigten, das schneller sprinten sollte als ein Tesla Model X. Bisher war nichts mehr davon zu hören …

Nachrichtenquelle: http://www.auto-news.de/auto/news/anzeige_Byton-Elektroauto-SUV-CES-2018_id_41250

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