Mehr Reichweite, mehr PS

Vor dem Facelift der Mercedes S-Klasse hieß das Plug-in-Hybrid-Modell 500 e. Es wird bei der neuen Version durch einen 560 e ersetzt, der unter anderem mehr elektrische Reichweite und mehr Leistung. Erstmals zu sehen ist der Wagen auf der IAA (14. bis 24. September 2017).

Das Auto schafft nun 50 Kilometer rein elektrisch

Neue Zellchemie
Die Elektro-Reichweite stieg von 33 auf 50 Kilometer, die Speicherkapazität der Akkus von 22 auf 37 Amperestunden (oder von 8,7 auf 13,5 Kilowattstunden). Dazu wurde die Zellchemie von Lithium-Eisen-Phosphat (LiFePo) auf Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt (Li-NMC) umgestellt. Die neue Batterie hat trotz des höheren Speichervermögens geringere Abmessungen. So steigt das Kofferraumvolumen von 395 auf 410 Liter. Aufgeladen werden kann der Akku zum Beispiel mit einer Wallbox. Der bordeigene Lader des S 560 e ermöglicht mit seiner Ladeleistung von 7,2 Kilowatt ein schnelles Tanken.

Dazu bekam der S 560 e Akkus mit anderer Zellchemie

Stärkerer Ottomotor und stärkere E-Maschine
Der S 560 e erhält ein neues Hybridgetriebe, das nun auf der 9G-Tronic Plus (statt 7G-Tronic Plus) basiert. Speziell für dieses Getriebe wurde ein Elektromotor entwickelt – zusammen mit Bosch. In Verbindung mit der ebenfalls neuen, deutlich leistungsfähigeren Leistungselektronik konnten Leistung und Drehmoment verbessert werden – von 85 auf 90 Kilowatt und von 340 auf 440 Newtonmeter. Dazu kommen die 367 PS des V6-Ottomotors aus dem S 450. Die Systemleistung nennt Mercedes nicht, doch die Spurtleistung verbessert sich von 5,2 auf 5,0 Sekunden. Die Spitze ist unverändert bei 250 km/h erreicht.

Für den Vortrieb sorgen ein V6-Ottomotor und eine E-Maschine

Eco-Assistent hilft beim Stromsparen
Beim Energiesparen unterstützt den Fahrer ein so genannter Eco-Assistent. Er nutzt die Navigationsdaten, die Verkehrszeichenerkennung sowie die Daten von Radar und Stereokamera. So erkennt er vorausliegende Kurven, Kreuzungen, Kreisverkehre, Tempolimits und vorausfahrende Fahrzeuge. Daraus entwickelt der Assistent eine optimale Fahrstrategie. So untersucht er zum Beispiel, ob das Auto beim Loslassen des Gaspedals segeln sollte oder ob ein Aufladen der Batterie über Rekuperation effizienter ist. Außerdem erhält der Fahrer Hinweise zum sinnvollen Gaseinsatz. Ein Doppelimpuls durch das “haptische Gaspedal” bedeutet, dass der Fahrer vom Gas gehen sollte. Hinzu kommt ein Symbol im Zentraldisplay oder im Head-up-Display, zusammen mit dem Grund der Empfehlung (beispielsweise “Kreuzung voraus”, “Gefälle voraus”).

Ungewöhnlich: Aufgeladen wird das Auto über eine Steckdose hinten rechts

Vorklimatisierung serienmäßig
Zur Serienausstattung gehört eine erweiterte Vorklimatisierung. Gibt der Fahrer (zum Beispiel über Mercedes me) eine Abfahrtszeit ein, wird im Wagen automatisch rechtzeitig geheizt oder gekühlt. Möglich wird dies durch den elektrisch getriebenen Klimakompressor und durch elektrische Heizelemente. Neben der Innenraumluft werden auch Sitze, Lenkrad und Armauflagen beheizt, beim Kühlen wird auch die Sitzventilation aktiviert. Der Preis für den S 560 e wurde noch nicht verraten. Das Vorgängermodell S 500 e kostete 110.253 Euro.

Das Widescreen-Display ist natürlich auch beim Plug-in-Hybrid-Modell an Bord

Nachrichtenquelle: http://www.auto-news.de/auto/news/anzeige_Mercedes-S-560-e-Plug-in-Hybrid_id_40721

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