Junges Blut könnte ältere Menschen gesund halten

Es klingt wie aus der Vampirliteratur: Wissenschaftler finden immer mehr Hinweise darauf, dass das Blut junger Menschen zur Behandlung altersbedingter Krankheiten beitragen kann.

Die am University College London (UCL) tätige Genetikerin Professor Dame Linda Partridge hat im Fachjournal Nature ihre Studie präsentiert, in der sie zu dem Resultat kommt, das Transfusionen von jungem Blut ältere Menschen länger gesund halten können. Ihre Forschungsarbeit habe zwar nicht gezeigt, dass solche Transfusionen den Alterungsprozess stoppen können, jedoch das Potenzial haben, Krankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen und Demenz bei älteren Patienten vorzubeugen und zu verhindern.

Die 68-Jahrige hatte während der ersten Forschungsphase ihre Experimente an alten Mäusen durchgeführt und festgestellt, dass sie nach einer Transfusion mit jungem Blut keine typischen, altersbedingten Erkrankungen entwickelten und sogar eine Verbesserung ihrer kognitiven Fähigkeiten erlangten. Im Umkehrschluss verschlechterte sich jedoch die Gesundheit jüngerer Mäuse, sobald ihnen das Blut von älteren Tieren übertragen wurde.

Noch sind aber weitere Studien erforderlich, um die spezifischen Moleküle zu identifizieren, die für diese Vorteile verantwortlich sind. „Die Identifizierung dieser hat eine hohe Priorität in der Forschung”, schreiben Professorin Partridge und ihre Kollegen. „Die praktische Zugänglichkeit sowohl des menschlichen Mikrobioms als auch des Blutsystems macht die therapeutische Manipulation besonders attraktiv, doch es bedarf noch der Forschung am Tier, um die langfristigen Folgen und möglichen Nebenwirkungen festzustellen.”

© Fernando Calvo*, Foto: Pixabay, CC0 Creative Commons

 

Nachrichtenquelle: https://terra-mystica.jimdo.com/biologie-medizin-psychologie/junges-blut-k%C3%B6nnte-%C3%A4ltere-menschen-gesund-halten/

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