In 20 Jahren sollen Implantate Telepathie möglich machen

Ein namhafter US-amerikanischer Neurochirurg glaubt, dass wir aufgrund der enormen Forschungserfolge im Bereich des Brain-Computer-Interface (deutsch: Gehirn-Computer-Schnittstelle), schon in 20 Jahren in der Lage sein werden, die Gedanken anderer Menschen lesen zu können.
Es klingt zwar wie aus einem Science-Fiction-Film, doch Wissenschaftler haben es bereits geschafft, Gehirn-Computer-Schnittstellen zu entwickeln, die menschliche Denkmuster lesen und interpretieren können. Und laut der Einschätzung von Dr. Eric Leuthardt von der Washington University ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass in Zukunft zwei Menschen mit neuronalen Implantaten telepathisch miteinander kommunizieren können. „Es wird ein echter, fließender, neuronaler Zusammenschluss stattfinden. Es ist nur eine Frage der Zeit”, prophezeit er auf News.com.au.
Außer dem Austausch von Informationen könnte ein solches System auch die Übermittlung von Emotionen, Bildern und sogar Erinnerungen zwischen zwei Personen ermöglichen. „In dem Tempo, in dem sich heutzutage die Technologie verändert, ist es nicht unvorstellbar, dass innerhalb eines Zeitraumes von 20 Jahren ein gesamtes Handy in ein Reiskorn untergebracht werden kann”, so Dr. Leuthardt weiter. „Dies könnte man jemanden auf minimal-invasive Weise in den Kopf implantieren und die dazu notwendigen Berechnungen durchführen, um als wirklich effektive Gehirn-Computer-Schnittstelle zu wirken. Es wird passieren. Es hat das Potenzial, die evolutionäre Richtung der menschlichen Rasse zu verändern.”
Die University of Washington ist in diesem Bereich ohnehin sehr aktiv und erfolgreich (siehe hier und hier). Und so wird es eines nicht mehr fernen Tages sehr wahrscheinlich tatsächlich Realität werden, dass wir Menschen unsere Gedanken über das Internet austauschen und sogar vielleicht sogar ein weltweites »Gehirnnetz« von miteinander verbundenen Köpfen aufbauen, die alle möglichen Informationen untereinander teilen. Ob ein solches Szenario aber wünschenswert ist, bleibt fraglich.
© Fernando Calvo*, Foto: Glogger/Wikimedia

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