Historische deutsche Marke auf Rang drei

Nasser Al-Attiyah gewinnt im Toyota den Auftakt der 40. Rallye Dakar. Die Überraschung ist Nicolas Fuchs auf Rang drei – für die deutsche Marke Borgward.
Die 40. Rallye Dakar ist erst einen Tag alt, schon gibt es die erste faustdicke Überraschung: Nicolas Fuchs liegt in der Gesamtwertung mit 34 Sekunden Rückstand auf den Führenden Nasser Al-Attiyah auf Platz drei! Das Besondere: Der 35-Jährige fährt mit einem Borgward. Der chinesische Konzern Beiqi Foton Motor hat die historische deutsche Automobilmarke wiederbelebt und bringt sie jetzt in den Rennsport zurück.
Das Chassis ist eigentlich ein Mitsubishi aus der Saison 2009, damals der erste Diesel-Prototyp bei der Rallye Dakar. Der Motor ist ein 2-Liter-Vierzylinder mit 224 PS von Aston Martin aus der damaligen GT1-Meisterschaft. Alte Technik, neuer Fahrer: Fuchs debütierte erst 2017 bei der Rallye Dakar, fuhr zuvor 42 Rallye-WM-Läufe. Er wurde beim Auftakt gefeiert wie ein Nationalheld: Er kommt aus Peru, wo der Auftakt durchgeführt wurde.
Fuchs freut sich: „Ich bin stolz, eine so historische Marke zu vertreten.“ Er bremst aber auch die Euphorie: „Ich will besser abschneiden als der zwölfte Platz im Vorjahr. Aber wir dürfen uns nichts vormachen: Es wird verdammt schwierig, es kommen noch viele Hürden auf uns zu.“
Die erste schon heute: Weil die Autos als erste Fahrzeuge in die hohen Dünen Perus aufbrechen ist ein späterer Startplatz von Vorteil. Als Gesamt-Dritter muss Fuchs aber schon sehr früh auf die Strecke und für die nachfolgenden Fahrer die ersten Spuren legen.
Auftaktsieger Nasser Al-Attiyah muss heute als Erster ran. Doch der zweimalige Dakar-Sieger aus Katar ist sich seiner Stärke bewusst: „Ich hab keine Angst als Erstes aufzubrechen. Ich weiß, dass ich im Dünengelände stark bin.“
Toyota gewinnt also Etappe eins der Rallye Dakar. Peugeot muss bereits den ersten Rückschlag einstecken: Sébastien Loeb kam mit 5:37 Minuten nur auf Rang 27 ins Ziel. Seine Bremsen versagten. Der beste Deutsche ist Nissan-Pilot Jürgen Schröder, der mit 13 Minuten Rückstand auf Al-Attiyah auf Rang 48 liegt.
Nach dem ersten Tag hat sich das Feld der Autos bereits von 103 auf 88 reduziert. Es zeigt, wie schwierig diese 40. Ausgabe ist.

Gesamtwertung nach Tag eins
1. Nasser Al-Attiyah (Toyota)
2. Bernhard Ten Brinke (Toyota) +0,25 Min
3. Nicolas Fuchs (Borgward) +0,34
4. Bryce Menzies (Mini) +0,38
5. Nani Roma (Mini) +0,53
6. Giniel de Villiers (Toyota) +0,54
7. Lucio Alvarez (Toyota) +1:12
8. Mirko Hirvonen (Mini) +1:36
9. Jakub Przygonski (Mini) +1:45
10. Martin Prokop (Ford) +2:04

Autor: Michael Zeitler
Fotos: Picture-alliance; Ellen Lohr

Nachrichtenquelle: http://www.autobild.de/artikel/rallye-dakar-al-attiyah-gewinnt-auftakt-11177105.html

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