Frankreich: Münzen aus dem 17. Jahrhundert sollen Alien-Besuch beweisen (Videos)

Alien-Enthusiasten glauben, auf alten französischen Münzen Hinweise gefunden zu haben, dass im 17. Jahrhundert Aliens in Europa gelandet sind.

Auf der Vorderseite der Silbermünze, die zwischen 1640 und 1680 geschlagen wurde, sind deutlich ein blühender Busch und Regen zu erkennen. Am Rand steht: „HÆC PER TE AVCTA COLAM“ (dt.: „Lassen Sie das Wachstum für Ihr Herz gefällig sein“).

Auf der Rückseite der Münze, ist das zu sehen, was laut der Seite „Beforeitsnews“ die Alien-Jäger in Aufregung versetzt. Es könnte eine Blume, ein Pilz, ein Rad, ein Schild – oder eben auch ein Ufo sein.

Dazu die mysteriösen Wörter: „OPPORTVNVS ADEST“, was so viel wie „es war zu einem günstigen Zeitpunkt hier“ bedeutet.
Ufologen glauben nun, dass eine Untertasse zu einem günstigen Zeitpunkt kam und in irgendeiner Form irgendjemandem geholfen hat. Diese Situation wurde auf der Münze verewigt.

Wurde ein Gift-Skandal verewigt?

Allerdings wurde gerade um 1680 Frankreich von der historischen Gift-Affäre erschüttert. Marie-Madeleine Marguerite d’Aubray war eine Marquise de Brinvillier. Sie galt als schön und charmant und stammte aus einer wohlhabenden Familie. Sie war zwar verheiratet, hatte aber eine unglückselige Affäre und zahlreiche Schulden.

Um an Geld zu kommen, ermordete sie ihren Vater und zwei Brüder. Erst der Mordversuch an der Schwester scheiterte. Die schöne Gift-Mörderin wurde 1676 hingerichtet. Aber ihre Exekution hatte Auswirkungen bis in dem höchsten Kreise. Im Januar 1680 kam es bei Hof zu Verhaftungen, im Februar wurde eine weitere Giftmischerin auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Auf deren Grundstück waren die Überreste von 2500 Babys ausgegraben worden. Der Gift-Skandal war um 1680 das Gesprächsthema in Frankreich und galt als Auslöser für eine umfassende Hexenjagd.

Das „Ufo“ könnte also durchaus auch eine Margerite sein, eine Blume, die sich an den Namen der Giftmischerin Marie-Marguerite anlehnt.

Es könnte aber auch ein Giftpilz darstellen. Womit die Familie ausgerottet worden war, wurde damals nicht geklärt, aber dass gerade Pilze Gift liefern konnten, war allgemein bekannt.

Was hat es mit der Goldmünze auf sich?

Sie stammt eindeutig aus dem Jahr 1648 und wurde also lange vor den Giftmorden geschlagen.

Außerdem erinnert die Blume, so die Seite „Metabunk“, dank vieler runder Pünktchen und einem Keil optisch noch intensiver an ein Raumschiff. Die Menschen scheinen sich über die Ankunft der Aliens allerdings nicht zu freuen, denn darunter sind zahlreiche Speerspitzen zu erkennen (Kornkreise, UFOs und Kraftlinien: Warnen uns uralte Völker mit geheimen Botschaften vor dem Weltuntergang?).

Auf der Vorderseite der Münze sind ein Wappen und die Jahreszahl 1648 zu erkennen.

 

Auf der Münze steht vorne „RESISTIT PAUCIS OBRUITUR PLURIBUS“ und auf der Rückseite bei Wappen und Jahreszahl „COMITIA BURGUNDIÆ“.

„Comitia Burgundiae“ ist auf vielen französischen Münzen zu finden und bedeutet so viel wie: „Burgund hat gewählt“, oder auch „Burgund hat bestanden“. Zusammen mit dem langen Satz der Vorderseite, der „hat gegen wenige gekämpft und ist für viele gefallen“, galt das Ganze als eine Art „Slogan“ für ein freies Burgund.

Wurde Burgund von Aliens angegriffen?

Die Münze bekommt eine ganz andere Bedeutung, wenn man sie dreht. Dann wirkt die „Fliegende Untertasse“ auf einmal wie ein schützendes Schild, das sich – über Burgund – erstreckt und Angriffe von zahlreichen Speeren abwehrt („Arrival“ oder das Jahrtausend-Rätsel – Den Fremden Besuchern auf der Spur).

1648 – das Jahr, in dem die Münze geschlagen wurde – war das Jahr, in dem der 30-jährige Krieg zu Ende ging. Burgund – das heutige Bourgogne – war das zentrale Herzogtum Frankreichs, es war heiß umkämpft, aber immer auch eine zentrale und wichtige Provinz im französischen Königreich.

Seltsam: Eigentlich müsste das Wappen die französischen Königslilien tragen. Da sie fehlen, zeigt die Münze, dass sich das Herzogtum Burgund in diesem Jahr frei und unabhängig fühlte.

 

Zeigen die Münzen doch Raumschiffe?

Ufo-Forscher sind diese Erklärungen natürlich viel zu simpel. Auf der Web-Seite „Ufosightingsdaily“ wird nicht daran gezweifelt, dass die Münzen außerirdische Raumschiffe zeigen. Hier sehen die Wissenschaftler weder ein schützendes Schild, noch eine Blume.

Diese weitere Münze aus dem Jahre 1656 zeigt ebenso ein mysteriös geformtes Objekt am Firmament und trägt den Schriftzug: OPPORTUNUS ADEST  – „rechtzeitig erschienen“. Die eigentümliche Form erinnert ein wenig an den ominösen „Black Satellite“ (Der mysteriöse „Black Satellite“: Wenn ein schwarzer Ritter zum Spion wird (Videos)).

Ufo-Jäger wollen eindeutig ein Ufo erkannt haben. „Es ist ein absoluter Beweis dafür, dass es im 17. Jahrhundert in Frankreich genug Ufo-Sichtungen gab, dass man deshalb sogar Münzen machte“, ist hier zu lesen.

 

Nachrichtenquelle

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