Fingerzeig in die Zukunft

Erst die Zukunft, dann die Gegenwart. Was paradox klingt, wird jedes Jahr im Januar in den USA praktiziert: Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas (5. bis 8. Januar 2017) zeigen die Hersteller und Zulieferer ihre langfristigen Visionen, während ein paar Tage später auf der Automesse NAIAS in Detroit (8. bis 22. Januar 2017) die kurzfristig verfügbaren Neuheiten im Rampenlicht stehen. Wir zeigen, welchen Blick auf das Morgen BMW im Rahmen der CES wagt.

BMW i Inside Future: Ausblick auf den i5?
Irgendwo zwischen Studie und Skulptur ist das Concept Car “BMW i Inside Future” angesiedelt. Teile des äußeren Designs könnten schon auf einen künftigen i5 hinweisen, entscheidender ist aber das Innenleben. Hier will BMW zeigen, wie man in Zukunft im Auto sitzt und die wichtigsten Elemente bedient. Das Zauberwort heißt “HoloActive Touch”. Dabei handelt es sich um eine freischwebende Anzeige im Bereich oberhalb der Mittelkonsole. Sie lässt sich direkt mit dem Finger bedienen. Eine Ultraschallquelle sendet taktile Rückmeldungen zu der Eingabe aus. Eine tatsächliche Bedienoberfläche wird nicht berührt.

Noch autonomer im 5er
Anhand einer neuen 5er Limousine zeigt BMW, wie das Autofahren in naher Zukunft aussehen wird: vernetzt, personalisiert und hochautomatisiert, Auf definierten Strecken kann man in dem Wagen neben der Längs- auch die Querführung vollständig dem System überlassen und die Hände vom Lenkrad nehmen. Grundlage sind die schon heute in Serie eingesetzten Fahrerassistenzsysteme. Per erweiterter Gestensteuerung können Infos zu Orten und Gebäuden entlang der Strecke abgerufen werden.

Paketzustellung ans Auto
Neu ist ein persönlicher Assistent auf Basis von Microsoft Cortana, einem mit Siri von Apple vergleichbaren System zur Spracheingabe von Befehlen. Mit seiner Hilfe kann zum Beispiel eine passende Restaurantempfehlung vorgeschlagen und ein Tisch reserviert werden. Interessant ist auch der “Passenger Mode”. Aufgrund der Route weiß das System, wann das Fahrzeug in den automatisierten Fahrzustand übergeht und die Insassen Zeit haben, Filme per Amazon Prime Video anzuschauen. Sobald auf den Rücksitzen ein Film gestartet wird, dimmt die Innenbeleuchtung herunter und die Sonnenschutz-Rollos werden geschlossen. Apropos Amazon: Über eine sogenannte “Open Mobility Cloud” ist der Prime-Now-Dienst des Versandriesen in alle Endgeräte des Nutzers im Fahrzeug eingebunden. So kann online eine Bestellung aufgegeben werden. Das klingt noch nicht sehr außergewöhnlich, aber die Zustellung kann an einem Punkt entlang der Strecke erfolgen. Zeit ist Geld. Auch in der Zukunft.

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