Film über mysteriöses »Winchester-Haus« hatte Premiere

Die Dreharbeiten zu dem Kinofilm über das mysteriöse »Winchester-Haus« sind abgeschlossen und seine Premiere wurde gerade in den Vereinigten Staaten gefeiert. Der Film handelt von dem sogenannten »Winchester-Haus« und seiner unheimlichen Geschichte.
Die sehr vermögende Sarah L. Winchester war die Witwe des Gewehrfabrikanten William Winchester und widmete sich sehr dem Paranormalem. Von ihren Führern aus der geistigen Welt soll sie im Jahre 1884 geleitet worden sein, ein kleines Farmhaus zu erwerben und erhielt dann von ihnen auch die Pläne für den Bau eines 160 Zimmer-Holzhauses auf dem Grundstück, das später als das Winchester-Haus bekannt wurde. Nur mit diesen Plänen und ihren rund 20 Millionen US-Dollar ausgestattet, heuerte sie Dutzende Zimmerleute und Schreiner an, die anschließend ohne die Unterstützung eines Architekten 38 Jahre lang das kleine Farmhaus – wie von ihren spirituellen Wesen befohlen – umgestalteten. Zusätzlich wurden hohe Hecken rund um das Grundstück gepflanzt, um das Haus vor den neugierigen Blicken der Leute zu schützen.
Nach Fertigstellung wies das Haus stolze 161 Zimmer, 40 Treppenhäuser, 10.000 Fenster und 2.000 Türen auf. Unter den unzähligen mysteriösen Eigenschaften des Hauses gehören zum Beispiel, dass sich hinter einigen Fenstern und Türen reines Mauerwerk verbirgt, die Treppen sinnlos unter der Zimmerdecke enden oder die Möbelpfosten verkehrtherum angebracht wurden (wir berichteten). Sarah L. Winchester verstarb im Jahre 1922 und seitdem gehört das Haus zu den beliebtesten Touristenattraktionen von San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien.
In der Verfilmung geht es darum, dass ein skeptischer Psychiater aus San Francisco zu Sarah L. Winchester geschickt, wird um ihren Geisteszustand zu bewerten. Er findet heraus, dass ihre Obsession für das Haus wohl nicht nur in ihrem Kopf verwurzelt liegt. In der Hauptrolle ist die britische Oscar-Preisträgerin Helen Mirren zu sehen. In einem früheren Interview, das während der Dreharbeiten mit der 72-Jährigen geführt wurde, sagte sie über ihre Figur: „Sie war eine faszinierende Frau. Die Leute sagen, sie sei verrückt gewesen, ich glaube nicht, dass sie wirklich verrückt war, ich glaube eher, dass sie bekümmert war und ich denke, sie war wie ein Künstler. Sie wollte nach ihren eigenen Regeln leben und das Haus ist ihr Kunstwerk. Man kann es wirklich fühlen, wenn man hier ist – man kann den Geist desjenigen, der es gebaut hat, spüren. Es war erstaunlich und inspirierend für mich, hier zu sein. Es ist, als ob man in ein Kaninchenloch herunterfällt”. Mirren selbst glaubt nicht an Geister, allerdings glaubt sie fest daran, dass Menschen heimgesucht werden können und Sarah Winchester so ein Mensch war.
Die Veröffentlichung des Films hat das Interesse an das echte Winchester-Haus noch mehr gesteigert und dazu geführt, dass es immer mehr Touristen besuchen wollen. Entsprechend erfreut sagt Geschäftsführer Walter Magnuson, der die Führungen durch das Winchester-Haus anbietet, gegenüber der Mercury News: „Wir freuen uns sehr darüber. Es ist schwer zu glauben, dass es wirklich passiert. Wir sind zwar bereits bekannt, doch dieser Film steigert die Bekanntheit des Hauses noch mehr.”
In Deutschland kommt der Film erst am 15. März in die Kinos und trägt den Titel »Winchester – Das Haus der Verdammten«.

© Fernando Calvo*, Foto: Gemeinfrei

Nachrichtenquelle: https://terra-mystica.jimdo.com/r%C3%A4tsel-mystery/film-%C3%BCber-mysteri%C3%B6ses-winchester-haus-hatte-premiere/

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