Begünstigte ein Meteoriteneinschlag unsere Evolution?

Eine neue Studie hat Hinweise darauf gefunden, dass die Menschen im Jungpaläolithikum nicht nur einen verheerenden Meteoriteneinschlag überlebt haben, sondern sogar von ihm profitiert haben könnten und dass uns erst diese Katastrophe zu unserer heutigen Zivilisation geführt hat.
An der Studie waren 24 Wissenschaftler beteiligt, darunter der ehemalige Professor für Physik und Astronomie, Adrian Melott, von der University of Kansas, sowie Professor Brian Thomas der Washburn University. Sie wurde im Wissenschaftsjournal Journal of Geology veröffentlicht und dort wird darauf hingewiesen, dass Geologen vor etwa zehn Jahren in uralten mexikanischen Seen »Meteoritenerzen« entdeckt hätten, die als einen deutlichen Hinweis auf einen Meteoriteneinschlag vor 12.800 Jahren gedeutet werden können.
Das Team um Melott hat diese Spuren genauer unter die Lupe genommen und kam zu dem Schluss, dass dieser Meteoriteneinschlag zu einer wahren Feuerbrunst auf der Erde geführt haben muss, die den Ausbruch der letzten Eiszeit auslöste. Massive Feuerbrände müssen damals fast zehn Prozent der Landfläche unseres Planeten und etwa neun Prozent der Biomasse auf der Erde vernichtet haben. Die Spuren dieses gewaltigen Feuerinfernos sollen noch heute in diversen chemischen Verbindungen zu erkennen sein, die man in verschiedenen Teilen der Welt vorgefunden hat.
„Die Hypothese lautet, dass ein großer Komet auseinanderbrach und die Brocken auf die Erde einschlugen, was zu dieser Katastrophe führte”, wird Melott auf Phys.org zitiert. „Eine Reihe verschiedener chemischer Signaturen – Kohlendioxid, Nitrat, Ammoniak und andere – scheinen darauf hinzudeuten, dass überwältigende zehn Prozent beziehungsweise etwa 10 Millionen Quadratkilometer der Landoberfläche auf der Erde von den Feuerbränden vernichtet wurden.”
Der Theorie der Wissenschaftler nach, hatte diese Katastrophe unter anderem eine enorme Klimaveränderung zur Folge und wurde einigen indigenen Völkern sowie großen Tierarten auf dem amerikanischen Kontinent zum Verhängnis, die dadurch teilweise vollständig ausgerottet wurden. Möglicherweise hatte diese Apokalypse aber auch einen positiven Aspekt, denn sie könnte dazu geführt haben, dass erst dadurch Mensch und Natur jene Entwicklung durchmachten, die zu unserem heutigen Zivilisationsstand führten.
Die Wissenschaftler argumentieren, dass durch das Ereignis enorme Mengen an CO² freigesetzt wurden, die den Pflanzenwuchs auf der Erde immens beschleunigt haben könnten. Und auch die verschwundenen Volksstämme könnten schnell durch andere Menschengruppen ersetzt worden sein, die über modernere Werkzeuge verfügten. Auch das Verschwinden der großen Tiere, die als die wichtigste Nahrungsquelle für die primitiven Jäger- und Sammlerstämme gezählt werden dürften, könnte der wichtige Auslöser gewesen sein, der schließlich zur Entwicklung der Landwirtschaft und den Ursprung der ersten Zivilisationen im Nahen Osten geführt haben.
© Fernando Calvo*, Foto: Don Davis/Wikimedia

Nachrichtenquelle: https://terra-mystica.jimdo.com/erdgeschichte-evolution/beg%C3%BCnstigte-ein-meteoriteneinschlag-unsere-evolution/

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